Rosenserenade im Palmengarten

Konzert von Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen am Abend vor der Eröffnung der Rosen-Ausstellung im Palmengarten aus Anlass des 200. Geburtstags von Heinrich Siesmayer

Mittwoch 14. Juni 2017
19:00, Gesellschaftshaus im Palmengarten
Marie-Elisabeth Hecker mit Martin Helmchen Marie-Elisabeth Hecker mit Martin Helmchen (c) Harald Hoffmann

Marie-Elisabeth Hecker VioloncelloMartin Helmchen Klavier

Ludwig van Beethoven Variationen für Violoncello und Klavier op. 66 "Ein Mädchen oder Weibchen"Franz Schubert Sonate für Violoncello und Klavier a-Moll D 821 "Arpeggione Sonate"Ludwig van Beethoven Variationen für Violoncello und Klavier Es-Dur WoO 46 "Bei Männern, welche Liebe fühlen"Igor Strawinsky Suite Italienne für Violoncello und Klavier

Farben, Düfte, Klänge: Die Besucher des Palmengartens erwartet ein Abend für alle Sinne erwartet. Anlässlich der großen Rosen-Ausstellung laden der Palmengarten und die Alte Oper Frankfurt zur Preview vor der offiziellen Ausstellungseröffnung in Kombination mit einem Konzert ein und knüpfen mit dieser „Rosenserenade“ an die erfolgreiche Premiere ihrer Zusammenarbeit vor zwei Jahren an.

Die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und der Pianist Martin Helmchen spielen Werke von Beethoven, Schubert und Strawinsky. Das Konzert ist eine Hommage an eine wichtige Frankfurter Persönlichkeit: Vor 200 Jahren wurde der Gärtner und Gartenarchitekt Heinrich Siesmayer geboren. Hunderte von Garten- und Parkanlagen soll Siesmayer in der Rhein-Main-Region entworfen und realisiert haben – bekannt aber wurde er vor allem durch den Frankfurter Palmengarten, der seit dem Tag seiner Eröffnung im März 1871 ein Publikumsmagnet ist, nicht nur für Frankfurter.

Sie sind Partner nicht nur im Leben, sondern auch auf dem Podium: Die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und der Pianist Martin Helmchen bilden ein bestens aufeinander eingespieltes Duo. Eigens für die Rosenserenade haben die beiden Musiker ein ebenso unterhaltsames wie anspruchsvolles Programm zusammengestellt. In dessen Zentrum steht Franz Schuberts Sonate a-Moll D 821, die so genannte „Arpeggione-Sonate“, benannt nach einem heute in Vergessenheit geratenen Instrument, das die Eigenschaften von Gitarre und Violoncello miteinander kombinierte. Doch ob auf dem Arpeggione oder in der Fassung für Cello und Klavier: Die Sonate ist ein Virtuosenstück, sie zeigt aber gleichzeitig, vor allem im lyrischen zweiten Satz, den Liedkomponisten Schubert mit Gespür für weite Melodiebögen. Eingefasst wird die Arpeggione-Sonate durch zwei Variationswerke Ludwig van Beethovens über Melodien aus Mozarts Zauberflöte für Violoncello und Klavier – zum einen über die Arie des Papageno „Ein Mädchen oder Weibchen“, zum anderen über das Duett von Papageno und Papagena „Bei Männern, welche Liebe fühlen“. Den Abschluss bildet Igor Strawinskys Suite Italienne von 1932, für die der Komponist fünf Sätze aus seinem Pulcinella-Ballett für Cello und Klavier bearbeitete.

Für die Besucher der „Rosenserenade“ öffnet der Palmengarten in der verlängerten Pause und nach dem Konzert exklusiv die Rosenausstellung. Der Königin der Blumen widmet der Palmengarten alljährlich seine aufwändigste Blumenschau, in diesem Jahr vom 15. bis zum 18. Juni.